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Psyche & Krebs

Hier erfahren Sie wissenswertes über die Entstehung und Ursachen von Krebs sowie die gängigsten Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten.

Psychische Grundbedürfnisse

Jeder kennt körperliche Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken. Es gibt aber auch psychische Grundbedürfnisse, deren Gleichgewicht sich positiv auf unsere Lebensqualität auswirkt. Dieses Gleichgewicht kann durch die Diagnose Krebs massiv gestört werden.

Besorgte Krebspatientin mt psychischen Problemen wird von ihrer Tochter getröstet

Um ein zufriedenes Leben zu führen benötigen wir ein psychisches Gleichgewicht. Zumeist merken wir ganz intuitiv, was wir brauchen oder was uns stört. Die Wissenschaft hat die psychischen Grundbedürfnisse in vier Dimensionen eingeteilt:

  • Kontrolle und Orientierung: Die Fähigkeit, eine Situation kontrollieren oder Entscheidungen treffen zu können, trägt zur innernen und äußeren Sicherheit eines Menschen bei. Dazu bedarf es der Orientierung in Raum und Zeit sowie in gesellschaftlichen Gefügen. Dies ermöglicht einem, zu erkennen und selbstbestimmt zu wählen oder planen, was man tun möchte und was nicht.
  • Lustgewinn und Vermeiden von Unlust: Lustgewinn und Unlustvermeidung sind eng verbunden mit Zufriedenheit und Wohlbefinden. Das zeigt sich beispielsweise in der freien Wahl von Beruf, Partner, Interessen, Freunden etc. Schlicht gesagt versucht man so weit es geht nur das zu tun, worauf und woran man Lust hat, und möglichst Situationen und Menschen zu meiden, die man nicht mag.
  • Stabilität des Selbstwerts: Selbstwert hängt eng zusammen mit dem Ich-Sein, der Selbstperspektive und der Selbstachtung und beeinflusst inneres Gleichgewicht und Zufriedenheit. Ohne Stabilität wäre man gelähmt von Selbstzweifeln. Eine Folge davon kann sein, dass man sich zurückzieht und den Kontakt zu anderen Menschen abbricht.
  • Bindung und Zugehörigkeit: Als soziale Wesen geben uns intakte soziale Beziehungen emotionalen Halt und Geborgenheit. Dies gilt für extrovertierte als auch für introvertierte Menschen. Der Verlust dieses Halts auf längere Zeit geht einher mit dem Verlust von innerem Gleichgewicht und Zufriedenheit.

Bei einer Krebserkrankung kann das Gleichgewicht mindestens eines, meistens jedoch mehrerer psychischer Grundbedürfnisse verloren gehen. Der empfundene Kontrollverlust auf Grund der Krebsdiagnose trifft viele Patienten schwer.

Manche Patienten suchen die Schuld für die Erkrankung bei sich und bringen dadurch ihr Selbstwertgefühl ins Wanken. Außerdem wollen die wenigsten längere Zeit im Krankenhaus verbringen, so dass sich durch den therapiebedingten Aufenthalt die Unlust vermehrt. Das durch die Medikamente veränderte Aussehen kratzt am Selbstwertgefühl, fördert Unzufriedenheit und Unlust und führt ggf. dazu, dass soziale Kontakte vermieden werden.

Verlust der natürlichen Intuition

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt ist die verlorene natürliche Intuition. Bei einer Grippe kann man gut einschätzen, wie krank man ist und wann man einen Arzt aufsuchen sollte. Zudem sind wir es gewohnt, dass man sich im Krankheitsfall schlecht fühlt und eine Therapie zu einer Besserung führt.

Bei einer Krebserkrankung ist das häufig anders. Oft fühlen sich Patienten bei der Diagnose nicht krank. Nach Beginn einer Therapie geht es ihnen jedoch zunächst aufgrund der Nebenwirkungen schlechter. Dennoch müssen sie daran glauben, dass es ihnen dadurch auf lange Sicht besser gehen wird. Das kann sehr verwirrend sein und die Eigenwahrnehmung ins Wanken bringen.

Körpergefühl und Selbstwahrnehmung bei einer Krebserkrankung unterscheiden sich sehr von anderen Krankheiten.

Die meisten Krebspatienten hadern zu irgendeinem Zeitpunkt mit sich selbst und sind psychisch nicht ausgeglichen. Wichtig zu wissen ist, dass man diese Phase alleine durchstehen kann, aber nicht muss. Spezielle Hilfsangebote werden zunehmend ausgeweitet und gerade in einem solchen Fall können Sie Hilfe bei einem Psychoonkologen oder auch in Selbsthilfegruppen suchen.

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Was ist Psychoonkologie?

Psychoonkologische Betreuungs- und Behandlungsangebote für Krebspatienten

Psychoonkologische Betreuungs- und Behandlungsangebote können in schwierigen Zeiten ein wichtiger Rettungsanker sein. Sie helfen beim Verstehen und Bewältigen einer Krebserkrankung. Das größte Anliegen der Psychoonkologie sind Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen.

Psychisches Gleichgewicht wiederfinden

Nicht selten stellt sich gerade zu Beginn einer Krebserkrankung ein Gefühl von seelischer Überforderung ein. Angst vor der potentiellen Bedrohung, Trauer, Wut und Hilflosigkeit sind häufig und in dieser Situation ganz normal. Eine erlebte starke psychische Belastung in dieser Situation ist keine Krankheit, sondern eine ganz natürliche Reaktion auf die außergewöhnliche Herausforderung. Nicht selten wird die Frage nach dem „Warum ich?“ mit belastenden Selbstvorwürfen beantwortet.

Dabei gehen Experten heute davon aus, dass psychische Faktoren weder für die Entstehung einer Krebserkrankung noch für deren weiteren Verlauf eine wesentliche Rolle spielen – das bedeutet, dass seelische Belastungen, Konflikte, Stress und Überforderung eher nicht zu den Ursachen einer Krebserkrankung gehören.

Mit Hilfe von psychoonkologischen Angeboten können Ängste bewältigt, das Selbstwertgefühl aufgewertet und sozialer Isolation entgegengewirkt werden. Jedem Krebspatienten steht prinzipiell eine psychoonkologische Betreuung zu. Die Kosten hierfür übernehmen die Krankenkassen.1

Eine maßgeschneiderte Therapie

Der Psychoonkologe steht als neutraler Ansprechpartner zur Verfügung. Er ist darin geschult, Patienten und Angehörigen den Umgang mit der Krankheit im Alltag zu erleichtern und neue Perspektiven zu öffnen. Das kann auf viele Arten geschehen: mit Entspannungsübungen, Gesprächen, allein oder auch mit dem Partner, mit der ganzen Familie oder in Gruppen. In der Kur gibt es darüber hinaus oft Angebote in Musiktherapie, Atem- und Körpertherapie oder Kunsttherapie.Je nach Gefühlslage und individuellen Problemen können sich die Inhalte psychoonkologischer Therapien voneinander unterscheiden. Die aktuelle Lebenssituation eines Patienten, seine Krankheitsgeschichte und die daraus resultierenden individuellen Fragen, Sorgen und Belastungen bestimmen letztlich die Ziele der Therapie. Zu den Zielen können zählen:

  • Ängste bewältigen
  • zurechtfinden mit den körperlichen Veränderungen
  • Selbstwertgefühl stabilisieren und/oder verbessern
  • Beziehung zwischen Arzt und Patient unterstützen
  • zwischenmenschliche Probleme angehen und lösen
  • sozialer Isolation entgegenwirken
  • Bewältigungsstrategien entwickeln

Es existiert weder ein Königsweg, noch gibt es ein Patentrezept bei der Lösung psychischer und sozialer Probleme bei Krebserkrankungen. Therapeuten können Sie darin unterstützen, Ihren ganz individuellen Weg bei der Bewältigung dieser Probleme zu finden.

Psychoonkologie – ein Tabu?

Einige Patienten und auch Angehörige sind skeptisch, wenn es um „Psychoonkologie“ geht. Für sie ist psychologische Unterstützung gleichbedeutend mit einer psychischen Erkrankung, Instabilität oder Depression. Das ist nicht richtig. Vielleicht hilft es, Psychoonkologie eher wie ein individuelles Seminar zum Thema „Wie gehe ich mit meiner Krebserkrankung und deren Folgen um?“ zu betrachten.

Richtig ist aber auch, dass viele Patienten und Angehörige mit ihren vorhandenen Möglichkeiten und Bewältigungsstrategien sehr gut durch diese Ausnahmesituation kommen und keine weitere Unterstützung in Anspruch nehmen.

Die Möglichkeit, einen Psychoonkologen zu konsultieren, ist eine zusätzliche Chance.

Hilfe in Anspruch zu nehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Stattdessen ist das psychoonkologische Beratungsangebot eine zusätzliche Chance. Wir möchten deshalb dazu beitragen, dass Sie nicht aus falscher Zurückhaltung auf wichtige Unterstützung verzichten.

Allein in Deutschland nehmen tausende von Patienten und Angehörigen psychoonkologische Hilfe in Anspruch. Ein paar weitere Daten zeigen, dass Sie nicht allein sind:

  • Es gibt jährlich rund 500.000 Krebsdiagnosen in Deutschland.2
  • Rund ein Drittel aller Krebspatienten wünscht sich psychosoziale Unterstützung.3
  • Es gibt rund 1.300 psychologische und ärztliche Psychotherapeuten in Deutschland, die sich auf Psychoonkologie spezialisiert haben.4

 

Referenzen:
  1. Onko Internetportal: Professionelle psychologische Betreuung bei einer Krebserkrankung (Stand: 23.08.2018). Abrufbar unter: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebs-und-psyche/professionelle-psychologische-betreuung-bei-einer-krebserkrankung.html. Letzter Zugriff am 17.12.2019
  2. Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland, Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut, Stand: November 2016. Robert Koch-Institut (Hrsg). Berlin, 2016.
  3. Leitlinienprogramm Onkologie (AWMF, Deutsche Krebsgesellschaft e. V., Stiftung Deutsche Krebshilfe): Patientenleitlinie – Psychoonkologie, Psychosoziale Unterstützung für Krebspatienten und Angehörige. Berlin, 2016. Abrufbar unter https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-051OL.html. Letzter Zugriff am 17.12.2019.
  4. Schulz H et al.: Psychoonkologische Versorgung in Deutschland: Bundesweite Bestandsaufnahme und Analyse, Wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (2018). Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hrsg). Abrufbar unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/nationaler-krebsplan/was-haben-wir-bisher-erreicht/ziel-9.html. Letzter Zugriff am 17.12.2019.
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Handeln statt Zögern

Wie erkenne ich, ob ich psychologische Hilfe brauche?

Sie sind sich nicht im Klaren darüber, ob Sie psychoonkologische Hilfe in Anspruch nehmen sollten? Verstreicht vielleicht wertvolle Zeit, die Sie mit professioneller Unterstützung nutzen könnten, um Ihre Situation zu reflektieren und neuen Mut zu fassen?  

Mit einer Krebserkrankung gehen einschneidende Erlebnisse und Belastungen einher. Der Krankheitsverlauf ist mit Krankenhausaufenthalten, kräftezehrenden Therapien, Fort- und Rückschritten verbunden. Die nachfolgenden Phasen werden für die Psyche, das menschliche Miteinander, den Beruf und die körperliche Verfassung als besonders belastend erlebt:

  • Die Erstdiagnose
  • Die Beendigung der Therapie – Rückkehr in den Alltag
  • Das Auftreten eines Rezidivs
Ehrlich sein – zu sich selbst und den Ärzten

Von ärztlicher Seite wird einiges unternommen, um unterstützungsbedürftige Patienten zu identifizieren und ihnen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie in ihrer individuellen Situation benötigen. Aber nicht immer kann Ihr Arzt intuitiv erkennen, ob es Ihnen seelisch schlecht geht oder sie Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags und Ihrer Sorgen benötigen. Sprechen Sie ihn deshalb an, wenn Sie das Gefühl haben, mehr professionelle Hilfe zu brauchen.

Nicht alle Krebspatienten brauchen psychologische Unterstützung. Dies hängt von vielen Faktoren wie der Persönlichkeitsstruktur, dem sozialen Umfeld und dem Verlauf der Erkrankung ab. Hier finden Sie Hinweise, wo Sie Unterstützung erhalten können.

Mythos Psyche und Krebs

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Einen Psychoonkologen finden

Das psychoonkologische Betreuungs- und Therapieangebot hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm verbessert. Dennoch existiert in der Versorgungssituation ein großes Gefälle zwischen Stadt und Land.

Psychoonkologen finden


Seit der Gründung des ersten psychoonkologischen Konsiliar-/Liaisondienstes in Zürich Anfang der 1970er-Jahre hat sich auch in Deutschland eine psychoonkologische Versorgungsstruktur entwickelt.

Psychoonkologische Angebote können in verschiedenen Einrichtungen und in allen Phasen der Erkrankung – sei es nach Diagnosestellung, während der Therapie, nach der Therapie, beim Wiedereinstieg in den Alltag oder bei einem Rückfall – in Anspruch genommen werden.

  • Psychoonkologische Versorgung im Akutbereich: Neben Universitätskliniken verfügen auch kleinere Kliniken in der Regel über Psychoonkologen. Die Psychoonkologen beraten und behandeln während des stationären Aufenthaltes und manchmal auch darüber hinaus, wenn der Patient schon entlassen ist.
  •  Psychoonkologische Versorgung im nachstationären Bereich: Auf dem Weg zurück in den Alltag existieren verschiedene psychoonkologische Angebote. In Deutschland gibt es eine gute Versorgungsstruktur an Rehabilitationskliniken, in denen Psychoonkologen konsultiert werden können. Die ambulante Versorgungsstruktur ist zumeist gut ausgebaut – allerdings fehlen manchmal noch Psychoonkologen im ländlichen Bereich. Zur Unterstützung stehen niedergelassene Psychotherapeuten sowie Psychoonkologen und psychoonkologische Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände zur Verfügung.

Eine erste Anlaufstelle, Ergänzung oder Alternative zu einer psychoonkologischen Betreuung sind die Krebsberatungsstellen oder Selbsthilfegruppen.

Wenn Ihnen während Ihrer medizinischen Behandlung noch keine psychologische Unterstützung angeboten wurde, fragen Sie Ihren behandelnden Onkologen danach. Sie haben ein Recht darauf und sollten dieses auch einfordern. Ihr Onkologe wird Sie entsprechend vermitteln oder überweisen. Die Kosten für die psychoonkologische Beratung übernehmen in der Regel die Krankenkassen.

In dem Verzeichnis der DAPO (Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V.) und beim KID (Krebsinformationsdienst, Heidelberg) finden Sie eine Liste mit speziell ausgebildeten Psychoonkologen. Onkologische Praxen mit psychoonkologischer Beratung finden Sie auch in unserem Praxisverzeichnis.

Kein flächendeckendes Therapieangebot

Die Dichte an psychoonkologischen Betreuungsangeboten variiert lokal sehr stark. In der Regel ist in Großstädten leichter eine Anlaufstelle zu finden als in ländlichen Gegenden. Auch in den Bundesländern ist das Betreuungsangebot sehr unterschiedlich.

Durch die Zunahme an Krebserkrankungen steigt auch die Nachfrage nach psychoonkologischen Betreuungsangeboten. In manchen Gegenden muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden, da die Angebote nicht gleichmäßig verteilt sind. Hier können Krebsberatungsstellen unter Umständen die Lücken bei bestimmten Fragestellungen schließen.

Kümmern Sie sich frühzeitig um einen Termin. Gerade in ländlichen Gegenden können die Wartezeiten sehr lang sein.

Der Ausbau der psychoonkologischen Versorgung ist auch ein Anliegen der Bundesregierung. Im Nationalen Krebsplan (Stand: Dezember 2017) wird das Ziel formuliert, allen Krebspatienten eine bedarfsgerechte psychoonkologische Unterstützung anbieten zu können.

Die Berufsgruppe Psychoonkologe

Die Berufsbezeichnung Psychoonkologe ist gesetzlich nicht geschützt. Der Grund liegt darin, dass es noch keine anerkannte Weiterbildung durch entsprechende berufsständische Körperschaften gibt. Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter und -pädagogen, Kreativtherapeuten, Seelsorger, Pflegekräfte und weitere Berufsgruppen bieten Dienste als Psychoonkologen an.

Die Basis für eine erfolgreiche psychoonkologische Therapie ist ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Therapeuten. Da Sie über einen längeren Zeitraum mit Ihrem Therapeuten zusammenarbeiten werden, sollten Sie, wenn möglich sorgfältig wählen. Wichtig ist, dass Sie sich gut aufgehoben und verstanden fühlen. Das ist die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit.

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Interview mit einer Psychoonkologin

Wenn durch Krebs die Psyche leidet

 

Interview mit einer Psychoonkologin

 

Frau Dr. Petermann-Meyer ist unsere Expertin auf dem Gebiet der Psychoonkologie. Sie ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapie und leitet die Sektion Psychoonkologie am Uniklinikum Aachen.

Frau Dr. Petermann-Meyer, zunächst interessiert natürlich: Was ist Psychoonkologie?

P-M.: Die Psychoonkologie ist eine junge Wissenschaft, die zunächst einmal untersucht und festgestellt hat, dass psychische Faktoren auf Entstehung und Verlauf der Erkrankung kaum Einfluss haben. Psychoonkologie beschäftigt sich heute damit, die psychischen Auswirkungen einer Krebserkrankung auf den Patienten und seine ganze Familie zu erfassen. Sie will die Auswirkungen möglichst gering halten und Patienten und Angehörige unterstützen, damit sie ein möglichst zufriedenstellendes Leben auch mit oder nach der Erkrankung führen können. Letzteres bedeutet, eine sehr differenzierte Unterstützung zur Verfügung zu stellen, denn die Patienten haben ganz unterschiedliche Belastungen, Probleme und Fragen.

Wer braucht eine psychoonkologische Betreuung?

P-M.: Nach wissenschaftlichen Untersuchungen gehen wir davon aus, dass etwa knapp ein Drittel der Krebspatienten so belastet ist, dass professionelle Hilfe sinnvoll erscheint. Die Verantwortung zur Feststellung einer solchen Belastung liegt im medizinischen System, also bei den Ärzten und Schwestern und anderen beratenden Disziplinen.

Eine Frage an den Krebspatienten sollte deshalb immer sein: „Kommen Sie gut mit der Erkrankung und der Therapie zurecht?“ Ebenso sollten die Angehörigen gefragt werden: „Kommen Sie als Angehöriger mit der Erkrankung ihres Partners/Familienmitglieds und mit der Therapiesituation zurecht?“ Denn oft ist es für die Angehörigen ziemlich schwer.

Patienten wie Angehörige können aber auch unabhängig davon zu uns kommen, wenn sie das Gefühl haben, dass sie Unterstützung in Anspruch nehmen möchten.

Welches sind die häufigsten Probleme, mit denen Leute zu Ihnen kommen?

P-M.: Bei Krebspatienten sind das zwei große Probleme. Zum einen ist das die Angst vor der Zukunft. Es ist die Angst vor dem, was durch die Krebserkrankung auf sie zukommen mag, also vor dem weiteren Krankheitsverlauf, den möglicherweise auftauchenden Einschränkungen, vor dem Sterben und dem Tod. Zum anderen ist es die momentane Einschränkung, die sie belastet. Das sind körperliche Einschränkungen, aber auch geistige wie zum Beispiel Konzentrationsschwächen.

Auch Angehörige haben Angst vor der Zukunft, aber dringender ist hier die Bewältigung des Alltags. Denn Angehörige sind oft einer Mehrfachbelastung ausgesetzt. Sie müssen alles organisieren und gleichzeitig psychisch-moralische Stütze für den Patienten sein. Angehörige haben aber auch ihre eigenen Sorgen und Ängste, z.B. Angst vor dem Verlust des Partners und Sorge, den Alltag nicht mehr bewältigen zu können. Häufig wissen sie nicht, ob sie in der Situation überhaupt an sich selbst denken dürfen.

Welche Hilfeleistungen können Sie in solchen Fällen anbieten?

P-M.: Prinzipiell geht es immer darum, zuzuhören, zu sortieren und Entscheidungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei gilt es, zu unterscheiden, was akzeptiert werden muss und wo man gestalterisch tätig werden kann. Beispielsweise muss die Erkrankung akzeptiert werden, aber wie man dann mit der Erkrankung umgeht, kann jeder für sich entscheiden. Das ist dann auch individuell komplett verschieden.

Patienten beißen sich oft die Zähne dabei aus, wenn sie versuchen, die alte Normalität wieder herzustellen. So verständlich dieser Wunsch ist: In der Regel ist eine Krebserkrankung ein so einschneidendes Erlebnis, dass das nicht möglich ist. Ein Psychoonkologe unterstützt den Patienten, in der neuen Situation anzukommen, und befähigt ihn, sich darin zurechtzufinden. Dazu gehört auch wieder, eigene Entscheidungen treffen zu können.

Wie sieht eine erste Sitzung bei einem Psychoonkologen aus? Kann man sich darauf vorbereiten?

P-M.: Bei uns erzählen die Patienten meist als erstes ihre Krankengeschichte. Genauso wichtig ist aber zu erfahren, wer uns da gegenüber sitzt, also wie und wo der/diejenige lebt, arbeitet, welche Besonderheiten es in seinem/ ihrem Leben gibt. Wir wollen die Menschen auch unabhängig von ihrer Erkrankung mit all ihren Fähigkeiten und Belastungen kennenlernen. Denn für uns ist die Individualität jedes Patienten die Grundlage für unsere Arbeit.

Dann widmen wir uns dem für den Patienten aktuell größten Problem. Und das ist etwas, das man sich bereits im Vorfeld überlegen kann: Was ist das Schwierigste oder das am meisten Belastende für mich? Oft versuchen wir schon an dieser Stelle, erste Entlastungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Ausgehend von den gemeinsamen Erfahrungen in dieser ersten Stunde entscheiden wir zusammen mit dem Patienten, ob es mit der psychoonkologischen Unterstützung weiter gehen soll.

Übernehmen denn die Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung?

P-M.: Grundsätzlich dürfen alle Krebspatienten und ihre Angehörigen einen Psychoonkologen in Anspruch nehmen. Die Kassen finanzieren das auch. Dazu ist ein Antrag auf Psychotherapie erforderlich, auf dem eine psychische Diagnose wie beispielsweise Anpassungsstörung, Belastungsstörung oder leichte Depression attestiert wird.

Der erste Antrag umfasst meist 25 Stunden, die man aber nicht alle in Anspruch nehmen muss. Bei Privatpatienten unterscheidet sich das Verfahren etwas: Nach den ersten fünf Probesitzungen, die quasi immer übernommen werden, gibt es sehr unterschiedliche Versicherungstarife. Da hilft es, sich im Vorfeld bei der Krankenkasse zu erkundigen.

Was halten Sie von Selbsthilfegruppen?

P-M: Ich glaube, dass Selbsthilfegruppen einen ganz wesentlichen Beitrag zur psychosozialen Unterstützung leisten können. Patienten tut es oft sehr gut, auf Menschen zu treffen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. So merken sie, dass sie nicht alleine sind, sondern es auch andere gibt, die das gleiche Problem zu lösen und die gleiche Situation zu bewältigen haben.

Allerdings sind Selbsthilfegruppen nicht automatisch etwas für alle Patienten. Ich freue mich immer, wenn Patienten und Angehörige es ausprobieren und dann zu einer eigenen Entscheidung kommen. Deswegen rate ich Patienten, ihren Mut zusammenzunehmen und den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe zu suchen. Wenn aber jemand vorher schon weiß, dass es definitiv nichts für ihn ist, dann ist das auch in Ordnung.

Als abschließende Frage: Was würden Sie Patienten raten, die Angst davor haben, abgestempelt zu werden, wenn sie psychologische Hilfe in Anspruch nehmen?

P-M: Auch in diesem Fall würde ich sie motivieren, es auszuprobieren. Wer sich nicht alleine traut, kann gerne jemanden mitbringen. Man kann das mit einem Besuch beim Hausarzt vergleichen: Es ist sehr unverbindlich und tut in der Regel nicht weh. Ein erstes Gespräch dient zum Abtasten, ob man überhaupt zusammenpasst und zusammen arbeiten möchte. Ich würde einen unschlüssigen Patienten also dazu ermutigen, es auszuprobieren. Und wenn es ihm nicht gefällt, dann muss er nicht wiederkommen.

Vielen Dank Frau Dr. Petermann-Meyer

 

Referenzen
  1. Onko Internetportal: Professionelle psychologische Betreuung bei einer Krebserkrankung (Stand: 23.08.2018). Abrufbar unter: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebs-und-psyche/professionelle-psychologische-betreuung-bei-einer-krebserkrankung.html. Letzter Zugriff am 17.12.2019
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Das psychische Gleichgewicht wieder finden

Mit Achtsamkeit zur seelischen Ausgeglichenheit

Die Diagnose Krebs und dessen langwierige Therapie kann das psychische Gleichgewicht von Betroffenen und Angehörigen ins Wanken bringen. Daraus kann dann eine erhöhte psychische Belastung oder eine psychische Erkrankung resultieren. Achtsamkeitsübungen und das Erkennen der eigenen Bedürfnisse können helfen, die Balance wieder zurückzuerlangen.

Achtsamkeit ist eine Methode, die sich heutzutage zunehmender Beliebtheit erfreut. Eine vielleicht etwas bekanntere Bezeichnung ist Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), zu Deutsch, Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Ziel ist es aufmerksam mit den eigenen Gedanken, Gefühlen und dem eigenen Körper umzugehen und dadurch ein tieferes Verständnis für sich selbst und die Umwelt zu entwickeln.

Was sich nun vielleicht etwas esoterisch anhört und den einen oder anderen abschrecken mag, ist in Wahrheit eine fundierte Therapiemethode, die in den 1970er Jahren von Prof. Jon Kabat-Zinn an der Universitätsklinik Massachusetts entwickelt wurde. Ihre Wirksamkeit ist zudem gut erforscht und von der Schulmedizin anerkannt. Auch fernab von medizinischen Behandlungsräumen findet sie Anwendung. Das Angebot zur Erlernung von MBSR zum Stressabbau für Menschen in allen Lebenslagen wächst, ganz unabhängig von einer Krebserkrankung.

Gerade während einer Erkrankung kann Achtsamkeit hilfreich sein, um sich besser zurechtzufinden und das psychische Gleichgewicht zu finden und zu halten. Da es sich dabei um eine komplexe Methode handelt, und weil starke Gefühle hervorgerufen werden können, ist es wichtig Achtsamkeit unter Anleitung zu erlernen. Dennoch möchten wir Ihnen an dieser Stelle einen Einblick geben, was man sich darunter vorstellen kann.

Ein wichtiger Bestandteil der Achtsamkeit ist das Wahrnehmen und Erkennen der eigenen Bedürfnisse. Dabei geht es darum, möglichst klar aktuelle Wünsche und Ziele für die eigene, momentane Lage zu formulieren sowie Prioritäten für das eigene Leben herauszuarbeiten. Das bedeutet zwangsläufig einen intensiven Kontakt mit den eigenen Gefühlen und Vorstellungen, aber auch mit den eigenen Sorgen und Ängsten.

Sich verstehen und verständlich machen, klare Ziele und Prioritäten setzen sind der Weg zum psychischen Gleichgewicht.

Auf diese Weise lernen Sie, nach und nach Ihre Bedürfnisse zu erkennen, sie zu artikulieren und, als nächsten Schritt, sie anderen mitzuteilen. So können Sie Ihren Alltag besser daran anpassen, was Sie wirklich brauchen und wollen. Auch Ihr Umfeld kann besser auf Sie und Ihre Bedürfnisse eingehen und Sie können wieder zu einem Gleichgewicht zurückfinden.

Die Aufmerksamkeit lenken

Achtsamkeit bedeutet seine Aufmerksamkeit auf eine Sache zu lenken und sich damit gezielt zu befassen. Durch Konzentration auf eine einzelne Empfindung und deren Beweggründe erfährt man mehr über sich. Mögliche Fragen sind:

  • Was genau empfinde ich? (z. B. bei Angst: Wovor genau habe ich Angst?)
  • Welche verschiedenen Gefühlsanteile sind da? (z. B. bei Angst: auch Trauer und Wut?)
  • Warum empfinde ich das?
  • Was ist der Auslöser dafür?

Des Weiteren kann man versuchen, eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und sich neue Möglichkeiten zu erschließen. Fragen hierfür wären:

  • Wie würde xy auf die gleiche Situation reagieren/darüber denken?
  • Gibt es andere Möglichkeiten die Situation zu interpretieren?
  • Wie würde sich dadurch die Situation verändern?
Das Fühlen und Wahrnehmen üben

Die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen ist für manchen ungewohnt. Um Ihnen einen Einblick zu geben, möchten wir Ihnen auch einige Übungen vorstellen. Es geht dabei hauptsächlich darum, das Wahrnehmen und Beschreiben von einzelnen äußeren Eindrücken zu üben.

Eine Übung wäre z. B. das Konzentrieren auf ein Geräusch, wie den eigenen Atem oder einen tropfenden Wasserhahn. Als weiteren Schritt kann man versuchen, das Geräusch und seine Empfindungen beim Hören aufzuschreiben. Man sollte sich unbedingt Zeit dazu nehmen, regelmäßig üben und sich nicht überfordern.

Zur eigenen Orientierung kann man auf einer Skala einordnen, wie schwer einem eine Übung gefallen ist (1 – sehr leicht; 10 – sehr schwer). Der tropfende Hahn sollte recht einfach sein, wohingegen das Beschreiben eines Gefühls in Zusammenhang mit der Krankheit naturgemäß ziemlich schwer sein dürfte. Als Hilfestellung kann man seine Ergebnisse als Tagebucheintrag oder Protokoll aufzeichnen und ggf. in einer Selbsthilfe-/Achtsamkeitsgruppe besprechen. Sie werden sehen, wie schnell Sie Achtsamkeit lernen können.

Kursangebote zum Thema sowie weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des MBSR-Verbandes. Zudem können Sie bei Psychoonkologen und Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe Unterstützung suchen.

Zudem gibt es zahlreiche Bücher, die sich im Allgemeinen, aber auch in Bezug auf Krebs, mit der Thematik befassen:

  • „Das Einmaleins der Achtsamkeit: Vom sorgsamen Umgang mit alltäglichen Gefühlen“ von Jessica Wilker und Wayne Sutherland
  • „Achtsamkeit für Anfänger“ von Jon Kabat-Zinn
  • „Achtsamkeit und Krebs – Hilfen zur emotionalen und mentalen Bewältigung von Krebs“ von Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Katja Geuenich
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Mythos Psyche & Krebs

Die Krebspersönlichkeit: Einem Mythos auf der Spur

Die Annahme, dass psychische Faktoren wie Depression, Stress oder Trauma mitverantwortlich seien für die Entstehung einer Krebserkrankung, ist unter Betroffenen sowie Angehörigen weit verbreitet. Doch ist dem wirklich so? Wir klären Sie auf, wieso diese Annahme so fest in der Bevölkerung verankert ist und was fundierte Studien über dieses Thema aussagen.

Bereits in der Antike führte Mark Aurels Leibarzt Galenus schwere Erkrankungen wie Brustkrebs auf eine negative Stimmungslage zurück – eine Theorie, die im Laufe der Zeit immer wiederkehrte und sich in der Wahrnehmung der Bevölkerung festigte. Im 20. Jahrhundert wurde die These, dass die Psyche verursachender Faktor einer Krebserkrankung sei, von Studien gestützt und bald als Tatsache angesehen. Darüber hinaus wurde sie um die sogenannte Krebspersönlichkeit erweitert, die besagt, dass es Menschen gäbe, die aufgrund ihrer negativ eingestellten, ängstlichen Persönlichkeit anfälliger für Krebserkrankungen seien.

Mittlerweile ist bekannt, dass besagte Studien oft rückwirkend zu einer Erkrankung angefertigt wurden oder auf Grund von zu kleinen Stichproben und methodischen Unsauberkeiten nicht als korrekt und somit nicht als stichhaltig gelten können. Erkrankte wie Gesunde nehmen dieses Konstrukt jedoch trotzdem gerne an, weil:

  • impliziert wird, dass nur bestimmte Menschen krank werden.
  • Nichtbetroffene sich sicherer fühlen nicht zu erkranken.
  • Betroffene eine gewisse Mitverantwortung tragen und somit Kontrolle zurückerlangen (liefert Antwort auf: „Warum ich?“, „Was habe ich falsch gemacht?“).
  • es ein Ansatz ist, die Krankheit zu erklären.

Letztendlich handelt es sich dabei also um den Versuch, die durch die Diagnose aus den Fugen geratene Welt wieder gerade zu rücken bzw. sich selbst von der Möglichkeit einer Erkrankung zu distanzieren.

Eine wegweisende Untersuchung zu diesem Themengebiet bildete die französische Studie, die den Zusammenhang zwischen Depression und Krebs bei Mitarbeitern des Gas- und Elektronikkonzerns GAZEL untersuchte. Dabei wurden die klinischen Daten von mehr als 14.000 Mitarbeitern über einen Zeitraum von 15 Jahren (1994-2009) erfasst und ausgewertet. Das Ergebnis lautete: Es war kein Zusammenhang zwischen Depression und Krebs feststellbar.1 Auch neuere Studien konnten keinen Hinweis darauf geben, dass Stress oder Depressionen zur Krebsentstehung führt.2

Die Krebspersönlichkeit gibt es scheinbar nicht.

Die immer wieder zitierte Krebspersönlichkeit ließ sich in Studien bisher nicht nachweisen. Das Risiko, an Krebs zu erkranken scheint für positiv gestimmte Menschen genauso hoch wie für Menschen mit einer negativen Grundhaltung zu sein.

Weitgehend einig ist sich die Wissenschaft darin, dass eine lang andauernde deprimierte, negative Stimmung indirekt auf das Krebsrisiko wirken kann. Depressive, traumatisierte sowie gestresste Menschen neigen eher dazu, sich beispielsweise ungesünder zu ernähren oder mehr Alkohol oder Nikotin zu konsumieren. Dies sind Aspekte, die eine Krebsentstehung begünstigen, wahrscheinlich jedoch nicht jedoch die psychischen Faktoren an sich.

Viele Menschen sind der Meinung, mit einer positiven Einstellung könne man den Krebs überwinden. „Du musst jetzt positiv denken!“ hören Krebspatienten deswegen sehr häufig. Das ist sicherlich gut gemeint und mag dem ein oder anderen auch Mut geben. Oft bewirkt der Satz für Krebspatienten aber genau das Gegenteil. Denn natürlicherweise sind sie zunächst und mehr als sonst traurig, ängstlich oder wütend über die ungeliebte Situation, in die sie geschleudert worden sind. Durch das „Du musst jetzt positiv denken!“ fühlen sie sich eher noch mehr unter Druck gesetzt und haben schon wieder das Gefühl, nicht alles richtig zu machen. Durch positives Denken entsteht also kein direkter Vorteil für einen positiven Krankheitsverlauf.

Jeder Patient geht unterschiedlich mit seiner Lage um und muss seinen individuellen Weg finden. Natürlich wirkt sich eine optimistische, weltzugewandte Haltung positiv auf die Lebensqualität aus und ist schon allein deshalb jedem Menschen zu wünschen, notwendig für einen positiven Krankheitsverlauf ist sie aber nicht. Mittlerweile können Krebspatienten und ihre Familien Psychoonkologen zu Rate ziehen, die sich auf die Ausnahmesituation Diagnose Krebs spezialisiert haben.

 

Referenzen
  1. Starostzik C: Depressionen, Mythos Krebsrisiko? Ärzte Zeitung Online (Hrsg). Veröffentlicht am: 04.11.2013. Abrufbar unter: https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Mythos-Krebsrisiko-268337.html. Letzter Zugriff am 17.12.2019.
  2. Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft (dkfz): Psychische Einflüsse auf die Krebsentstehung. Gibt es die Krebspersönlichkeit? Macht Unglück krank? (Stand: 02.10.2019). Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/psyche-und-krebsrisiko.php#inhalt3. Letzter Zugriff am 17.12.2019.
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