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Leukämien, Lymphome und Myelome

Die Aufgaben unserer Blutzellen

Unser Blut wird über das Herz-Kreislauf-System im gesamten Körper verteilt und erfüllt zahlreiche wichtige Aufgaben. Damit es das kann, besteht es aus verschiedenen Zelltypen, die entscheidende Funktionen haben (sehen Sie auch hierzu die Abbildung).

Entartete weiße Blutzellen bei Leukämie

Die roten Blutkörperchen – in der medizinischen Fachsprache auch Erythrozyten genannt – sind für die Verteilung des lebenswichtigen Sauerstoffs in unserem gesamten Körper zuständig. In den Erythrozyten befindet sich der rote Blutfarbstoff, auch Hämoglobin genannt. Das Hämoglobin ist für den Transport des Sauerstoffs von der Lunge in alle Bereiche des Körpers notwendig.

Weiße Blutkörperchen, die Leukozyten, sind sofort zur Stelle, wenn unser Körper durch eindringende Krankheitserreger bedroht wird. Sie sind Teil unseres Immunsystems und bekämpfen Krankheitserreger wie Bakterien und Viren.

Die Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt, helfen bei der Wundheilung. Haben wir uns verletzt, verschließen die Thrombozyten zusammen mit anderen Zellen unsere Wunde. Dieses natürliche Pflaster ist als „Schorf“ bekannt und darunter ist die Wunde gut geschützt und kann verheilen.

Abbildung Blutzellen

 

Im Inneren unserer Knochen – in unserem Knochenmark – entstehen ständig neue Blutzellen. Das geschieht, damit immer genügend funktionstüchtige Blutzellen in unserem Blut vorhanden sind, um alle wichtigen Aufgaben zu erfüllen. Ursprung aller neuen Blutzellen sind die Stammzellen des Knochenmarks. Die neu gebildeten Blutzellen wandern aus dem Knochenmark ins Blut und ersetzen dort erschöpfte Blutzellen. Den Prozess der Blutbildung im Knochenmark bezeichnen Ärzte auch als „Myelopoese“, abgeleitet aus den griechischen Begriffen „myelo“ für „Mark“ und „poese“ für „Herstellung“. Die Lymphopoese läuft im Gegensatz zur Myelopoese nicht nur im Knochenmark, sondern auch in den lymphatischen Organen ab.

Im Folgenden finden Sie nähere Informationen zur Leukämie, zum Lymphom und speziell zum Multiplen Myelom.

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Was ist Leukämie (Blutkrebs)?

Leukämie ist der Oberbegriff für verschiedene Krebserkrankungen des blutbildenden Systems und ist auch unter dem Begriff „Blutkrebs“ bekannt. Leider kann es passieren, dass das eigentlich streng regulierte System zur Erneuerung der Blutzellen durcheinandergerät, sodass eine Krebserkrankung entsteht. Die Ursache ist meist eine spontane Veränderung im Erbgut einer einzelnen Zelle. Diese Veränderung hat zur Folge, dass aus dieser Zelle unkontrolliert viele, ebenfalls veränderte Zellen entstehen. Was haben alle Krankheiten gemeinsam, die den Leukämien zugeordnet werden? Im Knochenmark werden unkontrolliert viele Blutkörperchen gebildet, die nicht funktionstüchtig sind. Die vielen funktionslosen weißen Blutkörperchen sammeln sich im Blut und im Knochenmark an und behindern dadurch die Blutbildung. Da die Krebszellen bei einer Leukämie unkontrolliert wuchern und die umliegenden gesunden Zellen verdrängen und schädigen, werden sie als „bösartige“ Zellen bezeichnet.

 

Ehemann gibt krebskranker Frau Stirnkuss

Welche Symptome spüren Sie als Patient bei einer Leukämie?

Beschwerden, die bei Leukämie auftreten können, lassen sich als Folgen der Verdrängung der normalen Blutbildung erklären. Der Mangel an roten Blutkörperchen ist auch als Blutarmut oder Anämie bekannt. Der Sauerstofftransport ist erschwert und das zeigt sich z. B. durch Blässe und Müdigkeit. Da funktionierende weiße Blutkörperchen fehlen, werden Krankheitserreger schlechter abgewehrt. Die Patienten sind durch das geschwächte Immunsystem anfälliger für Infektionen. Fehlen Blutplättchen, kann es vermehrt zu Blutungen kommen, entstehen häufiger blaue Flecken und bluten Wunden länger. Zusätzlich können weitere Symptome auftreten, die zeigen, dass es dem Körper nicht gut geht, wie zum Beispiel Abgeschlagenheit, verminderte Leistungsfähigkeit und Gewichtsverlust.

Einteilung der Leukämie in verschiedene Krankheitsformen

Die Leukämie hat verschiedene Krankheitsformen. Die Einteilung richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung (akut oder chronisch) und nach der Art der betroffenen weißen Blutkörperchen (myeloisch oder lymphatisch). Im weiteren Text werden die unterschiedlichen Formen der Leukämie noch einmal genauer für Sie erklärt.

Was ist der Unterschied zwischen einer akuten und einer chronischen Leukämie?

Es gibt akute und chronische Verlaufsformen der Leukämie, das hängt davon ab, wie schnell die Krebszellen sich vermehren.

Bei einer akuten Leukämie schreitet die Erkrankung zumeist schnell voran und die Beschwerden verschlechtern sich innerhalb weniger Wochen. Hier ist eine rasche und intensive Behandlung entscheidend, um das Leben des Patienten zu erhalten.

Dagegen verläuft eine chronische Leukämie zunächst überwiegend langsam und verursacht zu Anfang keine oder kaum Symptome. Daher bleibt sie in vielen Fällen erst einmal unbemerkt und erfordert auch nicht immer eine sofortige Behandlung.

Was versteht man unter einer myeloischen und lymphatischen Leukämie?

Je nachdem, welche Arten weißer Blutkörperchen betroffen sind, lassen sich zwei weitere Formen der Leukämie unterscheiden. Alle Blutzellen werden aus den Stammzellen im Knochenmark gebildet, dieser Prozess wird als Blutbildung bezeichnet. Im ersten Schritt der Blutbildung entstehen aus den Stammzellen die Vorläuferzellen, die sich dann in mehreren Reifungsschritten zu den funktionstüchtigen und reifen Blutzellen entwickeln. Es gibt zwei Arten der Vorläuferzellen: Die myeloische Vorläuferzelle und die lymphatische Vorläuferzelle (sehen Sie hierzu auch die Abbildung). Aus den myeloischen Vorläuferzellen entwickeln sich die roten Blutkörperchen, die Blutplättchen und zwei Untergruppen weißer Blutkörperchen, die Granulozyten und die Monozyten. Alle anderen weißen Blutkörperchen entstehen aus den lymphatischen Vorläuferzellen. Sie werden als Lymphozyten bezeichnet. Die einzelnen Untergruppen der weißen Blutkörperchen haben unterschiedliche Funktionen innerhalb des Immunsystems.

Abbildung Weiße Blutkörperchen
Abbildung – Aus den Vorläuferzellen im Knochenmark werden die verschiedenen Arten weißer Blutkörperchen gebildet: Monozyten, Granulozyten und Lymphozyten. Je nachdem, bei welchen Zellen es zu Veränderungen im Erbgut kommt, kann eine myeloische oder eine lymphatische Leukämie entstehen.

Wann handelt es sich um eine myeloische oder lymphatische Leukämie? Hier kommt es darauf an, aus welchen Vorläuferzellen die Krebszellen hervorgegangen sind. Es ergeben sich vier verschiedene Unterteilungsformen der Leukämie, wenn man die beiden Verlaufsformen – akut und chronisch - berücksichtigt:

Im weiteren Text sind die verschiedenen Leukämieformen noch einmal näher erläutert (sehen Sie hierzu auch die Tabelle).

Leukämieformen

 

Akute myeloische Leukämie (AML)

Bei der akuten myeloischen Leukämie sind Vorläuferzellen der myeloischen Blutzellen, die sogenannten Blasten, verändert. Statt reifer Blutzellen bilden sich unkontrolliert viele funktionslose Zellen, die sich im Knochenmark und im Blut ansammeln und den Körper schädigen. Meistens spürt der Patient bereits innerhalb weniger Wochen erste Symptome.

Hier finden Sie nähere Informationen zu der akuten myeloischen Leukämie (AML)

Chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Bei der chronischen lymphatischen Leukämie sind die B-Lymphozyten verändert. Das ist eine spezielle Art der weißen Blutkörperchen, die zur Untergruppe der Lymphozyten gehören. Auch diese Krebszellen vermehren sich unkontrolliert und verdrängen die gesunden Blutzellen in Blut und Knochenmark. Sie sammeln sich aber auch im lymphatischen System an und verursachen zusätzlich eine Schwellung der Lymphknoten, Milz oder Leber. Im Anfangsstadium spürt der Patient überwiegend noch keine oder nur geringe Symptome.

Hier finden Sie nähere Informationen zur chronischen lymphatischen Leukämie (CLL)

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Was ist ein Lymphom?

Der Begriff „Lymphom“ wird zumeist als medizinische Bezeichnung für Lymphdrüsenkrebs verwendet. Ein Lymphom entsteht, wenn eine Veränderung im Erbgut der Lymphozyten dazu führt, dass diese sich unkontrolliert vermehren.

In den meisten Fällen haben Lymphome ihren Ursprung in den Lymphknoten, die fälschlicherweise auch als Lymphdrüsen bezeichnet werden. Das Multiple Myelom hingegen, welches ebenfalls zu den Lymphomen zählt, entsteht im Knochenmark und wird deshalb auch als Knochenmarkkrebs bezeichnet. Unsere Lymphknoten befinden sich vor allem im Leisten- und Halsbereich. Lymphome können sich im Verlauf aber auch auf Milz, Knochenmark und weitere Organe ausbreiten.

Die Lymphknoten bilden zusammen mit den Lymphbahnen, dem Thymus, den Mandeln und der Milz das lymphatische System, das unseren gesamten Körper durchzieht. In den Organen des lymphatischen Systems lagern und reifen Zellen unseres Immunsystems, die Lymphozyten. Diese Lymphozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (sehen Sie hierzu auch die Abbildung). Zu den Lymphozyten gehören drei Zelltypen:

Welche Symptome spüren Sie als Patient bei einem Lymphom?

Beim Lymphom kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung bösartiger Lymphozyten. Diese Krebszellen können in die Lymphknoten wandern und sich dort anreichern, sodass diese anschwellen. Eine Lymphknotenvergrößerung ist ein häufiges Symptom eines Lymphoms und kann bisweilen von dem Patienten selbst ertastet werden. Manche Patienten leiden auch unter den B-Symptomen. Darunter versteht man u.a. Fieber, Nachtschweiß oder eine ungewollte Gewichtsabnahme. Im weiteren Verlauf der Krankheit kann es sein, dass auch Milz und Leber anschwellen und die Blutbildung im Knochenmark gestört wird. Beim Multiplem Myelom, ebenfalls ein Lymphom, ist hingegen zunächst das Knochenmark betroffen. Die bösartigen Lymphozyten vermehren sich dementsprechend zuerst im Knochenmark. Ist das Knochenmark betroffen, können Blässe und Müdigkeit aufgrund einer Blutarmut, eine erhöhte Infektionsanfälligkeit durch das geschwächte Immunsystem und vermehrte Blutungen die Folgen sein.

Mann erklärt Patient Röntgenbild

Einteilung der Lymphome in verschiedene Krankheitsformen

Wenn der Verdacht besteht, dass der Patient ein Lymphom hat, entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe aus einem Lymphknoten, um die Diagnose abzusichern. Sind dann unter dem Mikroskop im Gewebe sogenannte Reed-Sternberg-Riesenzellen sichtbar, wird die Erkrankung als Hodgkin-Lymphom bezeichnet. Alle anderen Lymphome werden unter dem Sammelbegriff Non-Hodgkin-Lymphom zusammengefasst.

Ähnlich wie die Leukämien werden auch die Non-Hodgkin-Lymphome anhand ihres Verlaufs unterschieden. Indolente Lymphome verlaufen langsam, verursachen zunächst wenige Beschwerden und werden zum Teil eher zufällig entdeckt. Dagegen schreiten aggressive Lymphom rasch voran und die Patienten leiden häufig an den allgemeinen B-Symptomen (Fieber, Nachtschweiß und ungewollte Gewichtsabnahme). Zu den indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen gehören das Mantelzell-Lymphom (MCL) und der Morbus Waldenström. Beide Krankheiten werden im Folgenden näher erläutert.

Das Mantelzell-Lymphom (MCL)

Das Mantelzell-Lymphom wird den indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen zugeordnet, obwohl es überwiegend aggressiv verläuft. Die Ursache für das Mantelzell-Lymphom ist eine bestimmte Veränderung im Erbgut der B-Lymphozyten. Sie hat zur Folge, dass in den betroffenen Zellen ein wichtiger Regulator für die Vermehrung der Zellen, das Cyclin D1, in zu großer Menge produziert wird. B-Lymphozyten sind die Abwehrzellen des Immunsystems, die Antikörper produzieren. Beim Mantelzell-Lymphom vermehren sich die bösartigen Zellen in den Lymphknoten übermäßig und unkontrolliert und lassen die Lymphknoten anschwellen.

Hier finden Sie nähere Informationen zum Mantelzell-Lymphom (MCL)

Morbus Waldenström

Morbus Waldenström zählt ebenfalls zu den indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen. Diese Lymphomerkrankung verläuft ebenfalls langsam und verursacht bei den betroffenen Patienten zu Beginn häufig keine oder nur wenige Symptome. Hier sind ebenfalls die B-Lymphozyten so verändert, dass sie sich stark vermehren und die Lymphknoten anschwellen lassen. Zusätzlich produzieren die veränderten B-Lymphozyten sehr große Mengen eines speziellen Antikörpers, des Immunglobulin M (IgM), der nicht funktionstüchtig ist. Der Arzt kann Morbus Waldenström anhand des IgM von anderen Lymphomen unterscheiden.

Hier finden Sie nähere Informationen zum Morbus Waldenström

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Was ist ein Multiples Myelom?

Beim Multiplen Myelom handelt es sich ebenfalls um ein indolentes Non-Hodgkin-Lymphome. Im Gegensatz zu den meisten Lymphomen, die Ihren Ursprung in den Lymphknoten haben, entsteht das Multiple Myelom im Knochenmark. Beim Multiplen Myelom kommt es zur bösartigen Erkrankung der Plasmazellen. Da Plasmazellen zu den B-Lymphozyten gehören, wird das Multiple Myelom den B-Zell-Lymphomen zugeordnet. Plasmazellen sind an unserer Immunabwehr beteiligt. Sobald ein Krankheitserreger in unseren Körper eindringt, wird eine bestimmte Art von Plasmazelle aktiviert, die daraufhin einen ganz spezifischen Antikörper produziert. Im Falle des Multiplen Myeloms kommt es bei einer einzelnen dieser Plasmazellen zu bösartigen genetischen Veränderungen (Mutationen). Dies hat eine unkontrollierte Zellvermehrung zur Folge, wodurch viele bösartige Klone im Knochenmark entstehen. Die erkrankten Plasmazellen produzieren nun große Mengen eines bestimmten Antikörpers oder Bruchstücke davon, die Paraproteine genannt werden. Diese Antikörper bzw. Paraproteine sind nicht funktionstüchtig und es kommt zu einer geschwächten Immunabwehr.

Sind mehrere Stellen im Knochenmark betroffen, so spricht man von einem Multiplen Myelom. Ist hingegen nur ein einzelner Krankheitsherd aus bösartigen Plasmazellen vorhanden, so wird dies als Plasmozytom bezeichnet. Beim Multiplen Myelom können unterschiedliche Symptome auftreten. Anfangs kann das Multiple Myelom auch nur wenige oder keine Symptome verursachen. Im weiteren Krankheitsverlauf können allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, häufige Infektionen, Knochenschmerzen und Knochenbrüche auftreten. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Wie können Leukämien und Lymphome behandelt werden?

Leukämien, Lymphome und das Multiple Myelom, welches ebenfalls zu den Lymphomen zählt, werden von Spezialisten für Krebserkrankungen – den Onkologen – und Spezialisten für Erkrankungen des Blutes beziehungsweise des blutbildenden Systems – den Hämatologen – behandelt.

Stammzellentransplantation

Bei Leukämien, Lymphomen und beim Multiplem Myelom entsteht die Erkrankung, weil sich bestimmte bösartige Blutzellen übermäßig vermehren. Wie kann man die Erkrankung behandeln? Es muss verhindert werden, dass sich weitere bösartige Zellen bilden und die Bildung gesunder Zellen muss wiederhergestellt werden. Mögliche Therapien, die zur Behandlung von Leukämien und Lymphomen zum Einsatz kommen, sind Chemotherapie, Stammzelltransplantation, Strahlentherapie oder zielgerichtete Therapien. Wenn die Leukämie oder das Lymphom, wozu auch das Multiple Myelom zählt, nur sehr langsam voranschreitet und dem Patienten keine Beschwerden bereitet, ist eine sofortige Behandlung in bestimmten Fällen nicht sinnvoll. Aber auch dann wird der Patient nicht mit seiner Erkrankung allein gelassen, denn der Arzt kontrolliert in regelmäßigen Abständen, wie die Erkrankung sich entwickelt. Sollte sich die Krankheit verschlechtern, wird er umgehend eine Behandlung einleiten. Diese Strategie wird als „Watch & Wait“ oder auf Deutsch als abwartendes Beobachten bezeichnet.

Welche Behandlung speziell für Sie geeignet ist, richtet sich nach der Art und nach dem Stadium Ihrer Erkrankung. Außerdem wird Ihr Arzt auch immer auf Ihren Allgemeinzustand und Ihr individuelles Befinden Rücksicht nehmen. Der Arzt berät Sie umfassend und entscheidet dann immer gemeinsam mit Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie geeignet und indiziert sind. Weitere Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten finden Sie in den jeweiligen Texten zu den verschiedenen Krebsarten und im Artikel „Welche Therapien gibt es bei Krebs?“.

Es werden fortlaufend neue Therapien untersucht. So stehen jetzt auch Therapien zur Verfügung, die spezifisch bestimmte Signale in den Krebszellen blockieren, um zielgerichtet die Vermehrung der bösartigen Zellen zu verhindern. Diese Medikamente werden Inhibitoren genannt und stehen als weitere Möglichkeit bereits heute zur Behandlung zur Verfügung.

Wenn Sie an einer Leukämie, einem Lymphom oder einem Multiplem Myelom erkrankt sind, wird Sie Ihr Arzt umfassend zu den Behandlungsmöglichkeiten beraten und gemeinsam mit Ihnen die Therapie auswählen, die Ihren Bedürfnissen am besten gerecht wird. In einigen Fällen ist es auch möglich, bei einer klinischen Studie teilzunehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie für eine klinische Studie infrage kommen.

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