Was ist und bringt die Krebsfrüherkennung? Krebshilfe Krebserkennung Krebsfrüherkennung

Vorsorgeuntersuchungen für Männer und Frauen

Was ist und bringt die Krebsfrüherkennung?

Viele Krebserkrankungen können bei frühzeitiger Diagnose gut behandelt oder sogar geheilt werden. Welche Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung werden empfohlen? Wo liegen die Grenzen der Früherkennung?

Bei der Krebsfrüherkennung handelt es sich um Untersuchungen und Tests zur Feststellung der Existenz Vorhandenseins eines Tumors oder einer Tumorvorstufe bei Personen, die keinerlei Beschwerden haben.

Die Wirksamkeit der Krebsfrüherkennung ist für Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs zweifelsfrei nachgewiesen.

Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung zur Krebsfrüherkennung von Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs senkt nachgewiesenermaßen die Krebssterblichkeit bei Frauen über 50 Jahren. Für Darmkrebs gibt es ebenfalls Hinweise darauf, dass Vorsorgeuntersuchungen wesentlich zur Früherkennung und damit zu besseren Heilungschancen beitragen. Für das Thema Darmkrebsfürsorge bietet die Website Lebensblicke.de ausführliche Informationen. Der Nutzen der Prostatakrebsfrüherkennung ist aktuell Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Absolute Sicherheit, ob ein Testergebnis zu 100% richtig ist, gibt es nicht!

Es kann in einzelnen Fällen vorkommen, dass ein Test trotz Vorliegen eines Tumors negativ ist, etwa weil dieser noch zu klein ist, um entdeckt zu werden. Genauso kann es vorkommen, dass ein Test falsch-positiv ist. Das bedeutet: Das Ergebnis ergibt einen Krebsverdacht, obwohl keine Erkrankung vorliegt.

Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen

Welche Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen sinnvoll sind und von den Krankenkassen übernommen werden müssen, legt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seinen Richtlinien fest

Für Personen, die beschwerdefrei sind und zu keiner besonderen Risikogruppe gehören, empfiehlt der G-BA folgende Vorsorgeuntersuchungen:

 

Anspruchsalter

Rhythmus

Erläuterungen

Für Frauen

Gebärmutter-halskrebs

ab 20 Jahre

jährlich

Zervixkarzinom-Screening
Weiterführende Informationen (41.4 kB, PDF)

Brustkrebs

ab 30 Jahre

jährlich

Tastuntersuchung (ergänzend monatliche Selbstuntersuchung)

von 50 bis 69 Jahren

alle zwei Jahre

Mammographie-Screening
Weiterführende Informationen (152.9 kB, PDF)

Hautkrebs

ab 35 Jahre

alle zwei Jahre

 

Darmkrebs

ab 50 Jahre

jährlich

Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl
Weiterführende Informationen (74.2 kB, PDF)

ab 55 Jahre

alle zwei Jahre

Wahlrecht: Stuhluntersuchung
oder max. zwei Früherkennungs-Darmspiegelungen (Koloskopien)

Für Männer

Hautkrebs

ab 35 Jahre

alle zwei Jahre

 

Prostata und Genitale

ab 45 Jahre

jährlich

Tastuntersuchung

Darmkrebs

ab 50 Jahre

jährlich

Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl
Weiterführende Informationen (74.2 kB, PDF)

ab 55 Jahre

alle zwei Jahre

Wahlrecht: Stuhluntersuchung
oder max. zwei Früherkennungs-Darmspiegelungen (Koloskopien)

 

Erstellt nach: http://www.g-ba.de/institution/themenschwerpunkte/frueherkennung/krebsfrueherkennung/

Methoden und Leistungsansprüche zur Krebsfrüherkennung sind ausführlich in der Richtlinie des G-BA dargestellt.

Ist es nicht schon zu spät, wenn Krebs bei einer Vorsorgeuntersuchung diagnostiziert wird?

Keineswegs! Die empfohlenen Zeitabstande zwischen den Vorsorgeuntersuchungen sind so gehalten, dass der Tumor entdeckt wird, ehe es zu spät ist. Je kleiner der Tumor, umso größer die Heilungschancen. Viele Krebsarten entwickeln sich sehr langsam und sind zu Beginn weder schmerzhaft noch störend

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