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Diagnose des Multiplen Myeloms

Unspezifische Symptome erschweren ein Erkennen

Die Symptome des Multiplen Myeloms sind zu Beginn der Erkrankung meist unspezifisch. Eine Diagnose erfolgt daher bei ungefähr einem Fünftel der Fälle zufällig im Rahmen einer anderen Untersuchung.

Zu Beginn der Erkrankung klagen die meisten Patienten über Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie über Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können durch den Befall der Knochen zusätzlich Rückenschmerzen und Knochenbrüche auftreten. Durch diese eher unspezifischen Symptome kann es passieren, dass ein Multiples Myelom erst nach mehreren Monaten erkannt wird.

Erfahren Sie in diesem Video mehr darüber, welche Beschwerden ein Multiples Myelom verursachen kann:

 

Wie kann der Arzt ein Multiples Myelom feststellen? 

Besteht der Verdacht auf ein Multiples Myelom, folgen in der Regel eine Reihe unterschiedlicher Untersuchungen. Dazu können gehören:

  • Allgemeine Diagnostik: Im Rahmen eines Gesprächs mit dem Arzt, der so genannten Anamnese, wird zunächst der aktuelle Gesundheitszustand des Betroffenen erfragt, gefolgt von einer körperlichen Untersuchung.
  • Labortests: Im Labor können Blut und Urin untersucht werden. Dadurch kann die für das Multiple Myelom typische vermehrte Produktion bestimmter krankhafter Bluteiweiße, „Paraproteine“ in der Fachsprache, nachgewiesen werden. Dabei gilt: Je höher der Eiweißspiegel, desto fortgeschrittener ist die Erkrankung.
  • Bildgebende Verfahren: Durch bildgebende Verfahren wie etwa eine Ganzkörper-Computertomographie lässt sich feststellen, ob die Erkrankung bereits zu einem Knochenabbau geführt hat. In diesem Fall sind Veränderungen des Knochens bis hin zur Ausbildung von Löchern (sogenannte Osteolysen) zu erkennen. Bei einer Computer-Tomographie handelt es sich um ein spezielles Röntgenverfahren, bei dem der untersuchte Körperabschnitt in vielen Schnittbildern dargestellt wird. Die Untersuchung ist für den Betroffenen schmerzfrei. Auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) ist möglich.
  •  Knochenmarkuntersuchung: Klarheit bringt eine Knochenmarkuntersuchung. Sie zeigt, ob es sich um ein Multiples Myelom handelt. Hierbei entnimmt der Arzt Knochenmark (Knochenmarkpunktion) und untersucht es anschließend unter einem Mikroskop. So kann festgestellt werden, ob vermehrt Plasmazellen vorliegen. Bei gesunden Menschen liegt der Anteil der Plasmazellen im Knochenmark bei unter fünf Prozent.

Ist die Diagnose gestellt, wird darüber entschieden, ob und welcher Therapiebedarf besteht. 

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