Lokale Hautreaktionen treten am häufigsten auf Krebshilfe Krebserkennung Krebsfrüherkennung

Nebenwirkungen einer Strahlentherapie

Lokale Hautreaktionen treten am häufigsten auf

Keine Wirkung ohne Nebenwirkungen – das gilt leider auch für die Strahlentherapie. Durch neue Techniken und verträglichere Dosierung der Bestrahlung sind schwere Nebenwirkungen nur noch selten. Die meisten Nebenwirkungen treten lokal an der bestrahlten Köperregion auf.

Die Strahlentherapie ist eine lokale Maßnahme, deren Wirkung sich in der Regel auf die bestrahlte Köperregion beschränkt. Art und Ausmaß der Nebenwirkungen hängen vom Normalgewebe ab, das im Strahlenfeld mitbestrahlt wird. So erfolgt z.B. Haarausfall ausschließlich bei der Bestrahlung der Schädelkalotte (Schädeldach).

Akute und chronische Nebenwirkungen

Akute Nebenwirkungen treten relativ häufig auf und sind bereits im Zeitraum während der Bestrahlung feststellbar. In der Regel bilden sie sich nach Beendigung der Bestrahlung wieder zurück. Typische akute Nebenwirkungen sind je nach bestrahlter Körperregion:

  • Hautrötungen

  • Schleimhautentzündungen

  • Schluckbeschwerden

  • Durchfälle

  • Blasenreizungen.

Eine Blasenreizung kann die Lebensqualität stark beeinflussen, denn sie fühlt sich wie eine Blasenentzündung an. Leider gibt es hier nur eingeschränkte Therapiemöglichkeiten.

Durch eine spezielle Hautpflege lassen sich Nebenwirkungen an Haut und Schleimhaut reduzieren. Chronische Nebenwirkungen oder Spätreaktionen sind sehr seltene und unerwünschte Veränderungen, die Monate bis Jahre nach Therapieende auftreten können und meist irreversible (nicht rückgängige) Folgeerscheinungen darstellen. Typische chronische Nebenwirkungen können sein:

  • Veränderungen der Haut (Abnahme der Elastizität, Verfärbungen, Haarverlust)

  • Beeinträchtigungen der Organfunktionen

Häufig wird eine Strahlentherapie mit einem erhöhten Krebsrisiko assoziiert. Ein erhöhtes Krebsrisiko durch ionisierende Strahlen ist in der Tat wissenschaftlich belegt. Allerdings ist das Risiko für das Auftreten eines durch die Strahlentherapie entstandenen Zweittumors auch nach Ablauf langer Zeiträume äußerst gering.

zurück zur Übersicht