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Kehlkopfkrebs

Hauptrisikofaktoren Rauchen und Alkohol

Kehlkopfkrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor im Bereich des Kehlkopfes (Kehlkopfkarzinom). Er ist ein häufiger Tumor im Kopf-Hals-Bereich. Vor allem Männer zwischen 50 und 70 Jahren sind davon betroffen. Als bedeutendster Risikofaktor für das Kehlkopfkarzinom gelten Rauchen und Alkoholkonsum.

Krankheitsbild

Je nach genauer Stelle des Tumors im Kehlkopf können unterschiedliche Symptome auftreten. Typische Beschwerden sind Heiserkeit, Schluckstörungen, Halskratzen, Räusperzwang, Fremdkörpergefühl, Schmerzen und anhaltender Husten. Ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten, kann es auch zu Atembeschwerden kommen.

Epidemiologie

Im Jahr 2012 erkrankten in Deutschland 3.110 Männer und 490 Frauen neu an Kehlkopfkrebs. Somit sind erheblich mehr Männer als Frauen betroffen: Einer von 170 Männern, aber nur eine von ca. 1.200 Frauen erkrankt im Laufe des Lebens in Deutschland an Kehlkopfkrebs. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 66 Jahren bei Männern und 64 Jahren bei Frauen. Im Jahr 2012 starben in Deutschland 178 Frauen, aber  1.265 Männer aufgrund von Kehlkopfkrebs.

Anteil von Kehlkopfkrebs bei Männern und Frauen in Deutschland im Verhältnis zu anderen Krebserkrankungen. Erstellt nach: Zentrum für Krebsregisterdaten; Krebs in Deutschland 2011/2012, 10. Ausgabe, 2015.

Risikofaktoren

Die Hauptrisikofaktoren für Kehlkopfkrebs sind Tabakrauch und Alkoholkonsum. Die Kombination beider Risikofaktoren ist besonders schädlich.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Kontakt mit Asbest, Nickel oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen

  • genetische Faktoren

Unterteilung

Karzinome des Kehlkopfes werden je nach Region eingeteilt: auf Höhe der Stimmbänder (glottisch), oberhalb der Stimmlippenebene (supraglottisch) und unterhalb der Stimmlippenebene (subglottisch). Krebserkrankungen des Kehlkopfs sind in fast allen Fällen Plattenepithelkarzinome. Das bedeutet, sie entstehen aus den Zellen der Schleimhaut, die den Kehlkopf auskleiden.

Diagnostik und Therapie

Zur Diagnose von bösartigen Tumoren im Kehlkopf werden folgende Untersuchungen durchgeführt: Spiegelung der oberen Luftwege und des oberen Verdauungstraktes (Panendoskopie)Ultraschalluntersuchung (Sonographie), Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT, MRT) und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET).

Je nach Größe und Ort des Tumors, Fortschreiten der Erkrankung und Gesundheitszustand des Betroffenen wird über das Therapiekonzept für den Patienten entschieden. Zu den Behandlungsmethoden zählen die Operation und eine Strahlentherapie zumeist in Kombination mit einer Chemotherapie.

In Deutschland gibt es zahlreiche zertifizierte Zentren für Kopf-Hals-Tumoren, die sich auf diese Krebserkrankung spezialisiert haben. Bei der Deutschen Krebsgesellschaft finden Sie eine stetig aktualisierte Liste.

Prognose

Besonders bei jüngeren Patienten unter 50 Jahren gehen die Erkrankungs- und Sterberaten seit der Jahrtausendwende zurück. Bei Frauen sind die Raten stabil.  65% der erkrankten Frauen und 62% der Männer leben auch fünf Jahre nach der Diagnose noch.

Weiterführende Informationen finden Sie bei der Deutschen Krebsgesellschaft. Dort sind beispielsweise detailliert Symptome und Behandlungsmöglichkeiten aufgelistet.

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